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James Bond - Der Morgen stirbt nie Genre: Action
Land: GB, USA
Jahr: 1997 FSK: ab 16, ffr.
Länge: 119 min
Kinostart: 18.12.1997
Verleih: UIP
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James Bond - Der Morgen stirbt nie

Originaltitel: Tomorrow never dies

Ein Konflikt im südchinesischen Meer, bei dem die Besatzung einer britischen Fregatte getötet wird, führt zu ernsten Spannungen zwischen England und China. Es steht zu befürchten, dass ein Krieg ausbricht.

Doch dann findet der britische Geheimdienst bei seinen Ermittlungen Hinweise, die auf Medienmogul Elliot Carver als möglichen Drahtzieher des geheimnisvollen Angriffs hindeuten. Agent James Bond wird von Chefin M auf die Sache angesetzt und findet heraus, dass Carver tatsächlich die Finger im Spiel hatte. Und wie sich bald herausstellt, war das noch längst nicht alles: Der größenwahnsinnige Carver will den dritten Weltkrieg anzetteln, um mit exklusiven Berichten darüber ein Vermögen zu machen. Bei seinem Kampf gegen den gefährlichen Gegner erhält 007 unerwartete Unterstützung von der ebenso hübschen wie schlagkräftigen Kollegin aus China, Wai-Lin.

Darsteller
Pierce Brosnan - James Bond
Jonathan Pryce - Elliot Carver
Michelle Yeoh - Colonel Wai-Lin
Teri Hatcher - Paris Carver
Ricky Jay - Henry Gupta
Götz Otto - Stamper
Samantha Bond - Miss Moneypenny
Colin Salmon - Robinson
Geoffrey Palmer - Admiral Roebuck
Terence Rigby - General Bucharin
Julian Fellowes - Verteidigungsminister
Nina Young - Tamara Kelly
Cecilia Thomsen - Prof. Bergström
Vincent Schiavelli - Dr. Kaufman
Michael Byrne - Admiral Kelly
Pip Torrens - Captain HMS Bedford
Christopher Bowen - Commander Day
Bruce Alexander - Captain HMS Chester
Antje Schmidt - Avis-Agentin
Kritik
Der im Titel zitierte Morgen ist eine Tageszeitung mit 100 Millionen Stück Weltauflage. Sie gehört dem intelligenten Hauptschurken Elliot Carver. Er hat auch ein Satellitensystem, mit dem er in jedes Haushaltsfernsehgerät auf der ganzen Welt eindringen kann. Er will die absolute Weltherrschaft, ein würdiger, gigantomanischer Nachfolger ehemaliger 007-Widersacher. (James Bond Filme, Heyne Verlag)

Bonds Gegenspieler ist ein mächtiger Medienmogul, der außer einer überregionalen Tageszeitung auch ein Satellitensystem mit Zugang zu allen Fernsehsendern dieser Erde besitzt und kontrolliert.

Roger Spottiswoode schickt Pierce Brosnan, der sich mit gefährlichem Spielzeug und Damen vergnügen darf, auf eine Mission ins Reich der Bösen. Die Story geht schnell verloren, dafür gibt es Action und Stunts satt.
Margret Köhler

Diesmal wird die Cruise Missile von einem Medienmogul entführt, der einen Weltkrieg anzetteln will, um darüber berichten zu können. Aber Bond hat viel zu viel Spaß an der Fernbedienung seines neuen BMW 750, um die Kritik an der Informationsgesellschaft in irgendeiner Weise ausarten zu lassen. Am Schluß siegt eh die 007-Formel über alle Inhalte oder, wie Bond seinem Widersacher überflüssigerweise erklärt: Die Leute kriegen, was sie wollen. Recht hat er.
KS, tip, 24/97

Lausige Zeiten für 007: Der Erzfeind, die Sowjetunion, existiert nicht mehr. Für geschliffene Ironie gibt´s in der Ära der ungebrochenen Spezialeffekte kein Wirkungsfeld mehr. Und die Original-Bond-Bücher des 1964 verstorbenen Ian Fleming sind längst verfilmt: Wir sehen nur noch Imitationen.
So ist auch dieses 18. Bond-Abenteuer, das zweite mit dem irisch eleganten Pierce Brosnan, auf die Dauer etwas fad. Regisseur Roger Spottiswoode hatte offenbar gar keine Chance, einen knallhart ambitionierten Agentenfilm für intelligente Erwachsene zu machen. Kein Sex, kein Anarcho-Witz, keine wirklich aufregende Suspense-Story - alles gefällig, harmlos flapsig statt beißend böse, eher freundlich als gefährlich schillernd. James Bond für die ganze Familie, wie ein Weihnachtsmärchen. (...)
Wem es genügt, eine perfekte Action-Szene nach der andern zu sehen, ganz ohne raffinierte Sinnzusammenhänge - der wird an diesem freundlichen 007-Stück Freude haben. Weit liegen sie zurück, die Liebesgrüße aus Moskau.
Frauke Hanck, AZ, 18.12.97

(...) "Ich habe einen Vertrag für drei Bond-Filme. Nach <i>Tormorrow Never Dies</i> kommen also mindestens noch zwei. Die Arbeit macht mir noch viel Spaß, und die Geldbörse füllt sich."
Pierce Brosnan im Interview mit Markus Tschiedert, AZ, 10.4.97
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