Genre: DramaLand: USA
Jahr: 2004 FSK: ab 12
Länge: 105 min
Kinostart: 13.01.2005
Verleih: Sony Pictures
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Hautnah
Originaltitel: Closer
Der attraktive aber erfolglose Schriftsteller Dan hält sich mit dem Verfassen von Nachrufen über Wasser. Als er sich in die junge New Yorker Stripperin Alice verliebt, inspiriert ihn das zu einem Roman.Doch kurz darauf beginnt er eine Affäre mit der Fotografin Anna, die kurz vor ihrem Karrieredurchbruch steht. Anna wiederum verliebt sich wenig später in den ehrgeizigen Arzt Larry, heiratet ihn, gibt aber die Beziehung zu Dan nicht endgültig auf. Zwischen Dan und Larry beginnt ein verzweifelter Kampf um beide Frauen. Dabei geht es weniger darum, die große Liebe zu gewinnen, als um den Triumph des einen über den anderen – ohne Kompromisse und ohne Rücksicht auf verletzte Gefühle und gebrochene Herzen.
Auch die anderen drei Helden im Nichols Beziehungsdrama leisten Außergewöhnliches. Nicht viele Glamour-Gesichter vertragen es, wenn die Kamera in Großaufnahme minutiös jedem Mienenspiel folgt. Portman, Roberts und Law sind so gut, dass sie außer brillianten Dialogen kein schmückendes Beiwerk brauchen. Sie zeigen Emotionen ohne Kitschfaktor, Intimität ohne eine einzige Nacktszene.
Nach dieser Besetzungsliste würde sich mancher Regisseur die Finger lecken. Für Mike Nichols war sie ein Glücksgriff. Menschen, die sich - nach romantisch zartem Beginn - ständig brutale Wahrheiten oder nicht weniger brutale Lügen sagen, die kaum handeln, sondern nur mit Worten um ihre Liebe ringen - das ist kein Filmstoff für die Massen. Doch die vier großen Star-Namen dürften manchen locken, der bei gleicher Thematik und unbekannten Darstellern einen weiten Bogen ums Kino machen würde. Und das wäre schade: Mag einiges auch konstruiert wirken - "Hautnah" ist ein Ausnahmefilm, in dem zur Abwechslung mal wieder echtes Schauspiel und nackte Gefühle gezeigt werden. Diese Kombination ist allemal eine Kinokarte wert.
kh, Tiscali






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