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Die Truman Show Genre: Tragikomödie
Land: USA
Jahr: 1998 FSK: ab 12 J., ffr.
Länge: 103 min
Kinostart: 12.11.1998
Verleih: UIP
FBW: J

Die Truman Show

Originaltitel: The Truman Show

Seit 30 Jahren läuft die "Truman Show" mit den höchsten Einschaltquoten. Alles ist inszeniert, alle Figuren sind Schauspieler, nur der Hauptdarsteller Truman Burbank ahnt nichts von dem. Doch eines Tages fällt ein Scheinwerfer vom Himmel und Truman plagt seit dem die Ahnung, daß etwas in seinem Leben nicht stimmt. Er kommt dem Treiben um ihn auf die Schliche und will entfliehen.

Darsteller
Jim Carrey - Truman Burbank
Laura Linney - Meryl
Noah Emmerich - Marlon
Natascha McElhone - Lauren/Sylvia
Holland Taylor - Trumans Mutter
Ed Harris - Christof
Brian Delate - Trumans Vater
Una Damon - Chloe
Paul Giamatti - Control Room Director
Philip Baker Hall - Network Executive
Peter Krause - Lawrence
John Pleshette - Network Executive
Heidi Schanz - Vivien
Blair Slater - junger Truman
Kritik
Das Leben des Versicherungsagenten Truman Burbank ist ohne dessen Wissen seit 30 Jahren Gegenstand einer weltweit live übertragenen, erfolgreichen TV-"Seifenoper". Satire und Nachdenklichkeit treffen sich vor dem Hintergrund einer gigantischen, "lebensechten" Fernsehkulisse. Der Zuschauer wird zum Voyeur der Voyeure bei Trumans allmählicher Entdeckung der eigentlichen Realität. Brillant inszeniert und gespielt, nimmt der Film Medienmanipulation, Konformismus und Kommerzialisierung aufs Korn und berührt gleichzeitig existentielle Fragen.
Zoom, 11/98

(...) In seiner Fabel vom ahnunglosen Star einer Reality-Show macht sich Weir über die totale Fiktionalisierung des amerikanischen Alltags lustig. Alles, was nicht "product placement" ist, ist nur Schimäre: Amerika ist Hollywood, die Unterhaltungsindustrie hat alles aufgesogen. Dabei springt Weir mit seinem gequälten Helden noch gnädig um: Nur im Märchen finden die Opfer des Kapitalismus aus eigener Kraft Wege aus der Demütigung.
Stefan Grissemann, Die Presse, 8.9.98

Truman Burbank lebt in einer Bilderbuch-Kleinstadt. Aber etwas ist faul an der Idylle. Der Naivling spielt unwissentlich die Hauptrolle in einer live und rund um die Uhr gesendeten TV-Show. Erst sehr spät erkennt er, daß er nur eine fern gelenkte Figur ist.
In der Tragikomödie stellt sich die heile Fernsehwelt, die einem Menschen jegliche Identität raubt, als grausames Spiel dar. Wenn Truman (großartig Jim Carrey) am Ende den Schritt ins Dunkle wagt, kommt man ins Grübeln.
Margret Köhler

Jim Carrey spielt einen New Yorker Versicherungs-Makler, der eines Tages aufwacht und feststellt, daß sein bisheriges Leben nichts anderes als eine Live-TV-Show ist - mit ihm als Hauptdarsteller! Nur: Sein Vertrag hat keine Ausstiegsklausel.
(Verleihprogramm)

Nach den ersten Testvorführungen der "Truman Show" erschienen im Internet, aber auch in einigen meinungsbildenden Blättern in den USA, Kritiken, die - Gott sei Dank - alle sehr positiv ausfielen. Genau das hat mich dann aber mißtrauisch gemacht, und ich habe beim Studiochef angerufen, um ihn zu fragen, ob sie auch echt seien. Er versicherte mir, daß sie echt wären und nicht - wie sonst üblich - vom Studio selbst lanciert. Aber er gab zu, sie hätten auf einem Meeting tatsächlich darüber beraten, ob sie es tun sollten oder nicht.
In Amerika ist es also üblich, daß Studios selbstgefertigte Kritiken in Schlüsselmedien plazieren, die den Film hochjubeln?
Anscheinend. Und diese fingierten Artikel sind mit verschlüsselten Informationen durchsetzt, so daß das Studio sofort erkennen kann, wer wo was abgeschrieben hat. Das ist in meinen Augen abscheulich und unethisch.
Peter Weir im Interview mit Ulrich Lössl, Zitty, 23/98
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